Was macht Hitze mit unserem Körper?
Dass uns eine Hitzewelle körperlich stark fordert, spüren wir alle: Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme sind keine Seltenheit. Doch was genau passiert eigentlich im Körper bei Hitze? Und auf welche Nährstoffe sollte man besonders achten?
In diesem Artikel erfährst du, wie dein Körper auf hohe Temperaturen reagiert, warum Flüssigkeit so wichtig ist und welche Mikronährstoffe bei Hitze eine besondere Rolle spielen.
Was passiert im Körper bei Hitze?
Unser Körper hat verschiedene Arten, Wärme abzugeben oder aufzunehmen – zum Beispiel durch Verdunstung von Wasser auf der Haut oder durch Wärmeabgabe an die Umgebung.1
Bei erhöhten Außentemperaturen steigt auch die Körpertemperatur, da der Körper Wärme beispielsweise durch Sonnenstrahlung aufnimmt. Eine bestimmte Region im Gehirn (ein Teil des Hypothalamus) erkennt diese erhöhte Temperatur im Blut und startet einen Mechanismus, um die überschüssige Wärme abzugeben.1
Dieser Mechanismus bewirkt:
→ Vermehrtes Schwitzen
Über die Verdunstung von Schweiß kann Wärme abgegeben werden.
Fun Fact: Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto schlechter verdunstet Schweiß. Statt zu kühlen, tropft er eher vom Körper – die Kühlung funktioniert schlechter.1 Deshalb fühlen sich 30 °C in tropischen Regionen oft unangenehmer an als 40 °C in trockenen Wüstenregionen.
→ Erweiterung der Blutgefäße
Die Blutgefäße erweitern sich, wodurch die Haut stärker durchblutet wird. So kann mehr Wärme über die Haut abgegeben werden.1
Gleichzeitig bedeutet das aber auch:
Weniger Blut steht anderen Organen zur Verfügung – das kann zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und Kreislaufbeschwerden führen.1
→ Verhaltensanpassung
Auch das Bedürfnis, Schatten aufzusuchen oder sich weniger zu bewegen, wird durch diesen Regulationsmechanismus ausgelöst.1
Warum ist Trinken bei Hitze so wichtig?
Wir alle wissen, dass Trinken bei Hitze wichtig ist – aber warum eigentlich?
Wenn wir zu wenig trinken:
– sinkt die Schweißproduktion 2
– nimmt die Hautdurchblutung ab 2
Dadurch funktioniert unser/das körpereigene Kühlungssystem schlechter.2
Die Folge: Die Körpertemperatur steigt weiter an. Um gegenzusteuern, muss der Körper noch mehr Blut in die Haut leiten – dadurch wird die Versorgung innerer Organe zusätzlich reduziert und es kann zu einem Kreislaufkollaps kommen. 2
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilft also direkt dabei, die körpereigene Kühlung aufrechtzuerhalten und den Kreislauf zu unterstützen. 2
Risikogruppen bei Hitze
Ein erhöhtes Risiko für gesundheitliche Probleme haben insbesondere:
– ältere Menschen 3
– Personen mit chronischen und/oder psychischen Erkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf, Diabetes) 4,5
– Schwangere und Ungeborene 6
– Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen 7
– Personen mit starker körperlicher Arbeit im Freien 8
Kombinationen dieser Faktoren erhöhen das Risiko zusätzlich.
Tipps für den Alltag
– Ausreichend trinken: idealerweise regelmäßig über den Tag verteilt
– Elektrolyte berücksichtigen: z. B. durch mineralstoffreiche Lebensmittel
– Leichte Kost bevorzugen: gut verdaulich und nährstoffreich
– Direkte Sonne meiden: vor allem in der Mittagszeit
– Körperliche Anstrengung reduzieren: insbesondere bei großer Hitze
Auf Warnzeichen achten: Schwindel, Kreislaufprobleme oder extreme Müdigkeit ernst nehmenOmega-3 Fettsäuren aus tierischen Quellen sind überall erhältlich. Allerdings erfordert ihre Herstellung immer einen Eingriff in die Umwelt. Zudem sollte man sich als Verbraucher gut informieren, ein Produkt auszuwählen, bei dem der Hersteller besondere Sorgfalt auf nachhaltigen Fang und die Aufreinigung der Öle von Schwermetallen legt.
Hitze stellt für den Körper eine erhebliche Belastung dar.
Um die Körpertemperatur konstant zu halten, arbeitet der Organismus auf Hochtouren – mit Auswirkungen auf Kreislauf, Flüssigkeitshaushalt und Nährstoffbedarf.
Besonders wichtig sind eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie die Versorgung mit Elektrolyten, Vitaminen und anderen Mikronährstoffen. Wer hier bewusst gegensteuert, kann seinen Körper gezielt unterstützen und besser durch heiße Tage kommen.
Autorenschaft: Wissenschaftliche Abteilung Juli 2026
(1) Grodzinsky, E.; Sund Levander, M. Thermoregulation of the Human Body. In Understanding Fever and Body Temperature: A Cross-disciplinary Approach to Clinical Practice; Grodzinsky, E., Sund Levander, M., Eds.; Springer International Publishing: Cham, 2020; pp 49–65. https://doi.org/10.1007/978-3-030-21886-7_5.
(2) Kenefick, R. W.; Cheuvront, S. N. Physiological Adjustments to Hypohydration: Impact on Thermoregulation. Autonomic Neuroscience: Basic and Clinical 2016, 196, 47–51. https://doi.org/10.1016/j.autneu.2016.02.003.
(3) Zalewska, A.; Kozieł, M.; Michałek, M.; Hariasz, W.; Gądek, K.; Drobik, M.; Lichodij, A. Aging, Heat, and Health: Understanding and Preventing Heat Stroke among the Elderly. Med Srod. 2025, 28 (2), 41–44. https://doi.org/10.26444/ms/205598.
(4) Kaiser, R.; Rubin, C. H.; Henderson, A. K.; Wolfe, M. I.; Kieszak, S.; Parrott, C. L.; Adcock, M. Heat-Related Death and Mental Illness During the 1999 Cincinnati Heat Wave. The American Journal of Forensic Medicine and Pathology 2001, 22 (3), 303.
(5) Meade, R. D.; Akerman, A. P.; Notley, S. R.; McGinn, R.; Poirier, P.; Gosselin, P.; Kenny, G. P. Physiological Factors Characterizing Heat-Vulnerable Older Adults: A Narrative Review. Environment International 2020, 144, 105909. https://doi.org/10.1016/j.envint.2020.105909.
(6) Böckmann, M.; Chersich, M. F.; Pham, M. D.; Areal, A.; Haghighi, M. M.; Manyuchi, A.; Swift, C.; Wernecke, B.; Robinson, M.; Hetem, R. S. Extreme Heat Exposure in Pregnancy and Risk for Preterm Birth, Low Birth Weight and Stillbirths. Eur J Public Health 2020, 30 (Supplement_5), ckaa165.376. https://doi.org/10.1093/eurpub/ckaa165.376.
(7) The effect of prescription and over-the-counter medications on core temperature in adults during heat stress: a systematic review and meta-analysis – eClinicalMedicine. https://www.thelancet.com/journals/eclinm/article/PIIS2589-5370(24)00465-6/fulltext (accessed 2026-06-30).
(8) Chan, A. P. C.; Yi, W. Heat Stress and Its Impacts on Occupational Health and Performance. Indoor and Built Environment 2016, 25 (1), 3–5. https://doi.org/10.1177/1420326X15622724.




